#06 – Schau auf dich, nicht nur auf mich (Teil 1)

Es gibt in Bezug auf Erziehung und Partnerschaft einen Satz, der mir immer wieder begegnet: „Wenn es meinem Kind oder meinem Partner gut geht, geht es mir gut“. Rund um diesen Satz richten sich dann viele Frauen ihr Leben ein und tun alles für ihre Kinder und auch Partner und vergessen dabei oft sich selbst. Wenn wir jedoch bei all unseren Aufgaben vergessen auf uns zu schauen und für uns selbst gut zu sorgen, dann brennen wir aus.

Dieser berühmte Satz ist eigentlich genau umgekehrt zu formulieren:

„Wenn es mir gut geht, geht es auch meinen Kindern und meinem Partner gut.“

Da steckt viel Psychologie drin, aber auch viel Wahrheit. Wenn ich meine Grenzen wahre, und achtsam mit meinen Bedürfnissen umgehe, dann sorge ich dafür dass ich in meinem Leben glücklich und zufrieden bin. Ich gehe dann automatisch viel gelassener mit Situationen um, bin weniger gereizt, lege nicht jedes Wort gleich auf die Goldwaage und habe einfach auch nur mal Spaß.
Darauf zu achten ist in den Quarantäne-Zeiten von Corona noch viel wichtiger als sonst. So dicht wie wir alle im Moment zusammen wohnen, ist es sinnvoll und notwendig auf sich und seine Kräfte zu achten. Sonst geht uns bald die Puste aus und Streit, Geschrei und vielleicht auch gewalttätige Situationen ziehen bei uns zu Hause ein.

In diesem Blog soll es nun darum gehen, dass du einen Ideenkoffer bekommst, den du dir selbst nach deinen Bedürfnissen füllen kannst. Dazu ist es jedoch zunächst wichtig, dass du herausfindest, was dich entspannen lässt oder dich glücklich macht. Wo gehen deine Interessen hin? Lass dich dabei von meinem Artikel inspirieren und kreiere dann dein ganz eigenes Selbstfürsorge-Programm.
Natürlich wirst du dann nicht ständig lächelnd und glücklich durchs Leben laufen. Das kann niemand. Auch ich merke, dass meine Kinder und die Corona-Zeit alles von mir abverlangen. Aber es macht einen Unterschied, welche Lichtblicke ich mir in meinem Alltag geschaffen habe.

1 Grundbedürfnisse

Auf sich selbst gut zu achten, fängt bei den körperlichen Grundbedürfnissen an. Schlafe ich genug? Esse ich regelmäßig und gesund? Trinke ich ausreichend?
Richte dir deinen Tag so ein, dass diese Bedürfnisse ausreichend befriedigt werden können. Eine Flasche Wasser über den Tag verteilt 2-3 mal zu leeren, regelmäßige Essenszeiten festzulegen und für genügend Vitamine zu sorgen kann schon ein erster Schritt in Richtung Selbstfürsorge sein. Ich bin es mir wert!

2 Morgenroutine

Gestalte dir eine Morgenroutine, die dir schon am Vorabend die Freude am Aufstehen versüßt. Vielleicht magst du ganz allein einen Kaffee trinken, bevor alle anderen aufstehen oder du machst dir einen gesunden Smoothie. Du kannst aber auch ausgiebig duschen gehen und dir deine Haut intensiv eincremen. Auch eine Yoga-Morgenroutine mit einem Sonnengruß, eine Meditation oder einfach dein Lieblingslied können am Morgen dein Herz höher schlagen lassen.
Wichtig dabei ist nur, dass du diese Morgenroutine zu einer wirklichen Routine werden lässt. Der Körper fängt nach ca. 10 Tagen an, sich auf diese Fürsorge einzustellen, sich zu verlassen und schüttet dann automatisch Glückshormone aus. Sie lassen uns entspannter werden.

Tipps und Ideen für eine Morgenroutine erhälst du bei „einfach-gelassen-besser“, einer Facebook-Gruppe von einer befreundeten Yogalehrerin und einer TCM Ernährungsberaterin:
https://www.facebook.com/groups/einfach.gelassen.besser/

3 Bewegung

Um den Kopf frei zu bekommen ist Bewegung eine gute Möglichkeit. Gerade jetzt, wo wir alle zu Hause förmlich eingesperrt sind ist regelmäßige Bewegung wichtig, damit Körper, Geist und Seele gesund bleiben. Ob nun Yoga, Joggen in der Natur, Aerobic-Stunden oder einfach nur ein ausgiebiger Spaziergang. Such dir einfach etwas aus, was dich erfreut und stärkt. Viele Ideen und Programme findest du im Internet.
Auch unter meiner Rubrik „Podcasts“ kannst du ein wenig stöbern: https://michaela.thiesen.at/podcast/

4 Verwöhnprogramm

Das hört sich toll an, oder? Dann schenke dir doch einmal ein wenig Zeit und verwöhne dich mit ganz einfachen Dingen selbst. Mache dir einen Kakao oder einen leckeren Tee, nimm ein Bad und creme dich danach ausgiebig ein oder schenke dir Zeit für ein Hörbuch oder ein Buch. Du kannst aber auch einfach mal nichts tun. Ganz bewusst.
Im Urlaub finden wir all diese Dinge ganz normal – im Alltag kommen wir uns dabei jedoch faul vor. So ein Quatsch! Gönn dir die Zeit und sorge für dich. Das muss auch gar nicht lang sein. Fange klein an. Nimm dir 10 Minuten dafür und das nächste Mal vielleicht schon 15 Minuten und so weiter. Spiel mit den Möglichkeiten in deinem Leben und lote aus, was passend und machbar ist. Wichtig ist, dass du diese Zeit ganz achtsam und mit allen Sinnen genießt und dir bewusst wirst, dass du dir jetzt gerade selbst diese Zeit schenkst.

Fortsetzung folgt